Programm B. Britten (1913 – 1978) ´Lachrymae´ op.48 Reflection on a song of Dowland   R. Strauss (1864 – 1949) Morgen op.27 No.4   Mel Bonis (1858 – 1937) Sonate per Piano et Violoncello J. Haydn (1732 – 1809) Divertimento in D-major F. Couperin (1668 – 1733) Pieces en concert C. Debussy (1862 – 1918) Cello Sonata A. Piazolla (1921 – 1992) Café 193o A. Pärt (*1935) Fratre Maria Franz, in Hamburg in eine deutsch-haitianische Familie geboren, begann mit 6 Jahren das Cellospiel. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Bonn, wo sie früh an nationalen Jugendwettbewerben mehrere erste Preise gewann. Auf diesem Wege kam sie früh in Kontakt mit renommierten Cello-Professoren und besuchte regelmäßig Meisterkurse, wie der enommierten Kronberg Academy. Wichtige Impulse erhielt sie von Jens-Peter Maintz, Marie-Elisabeth Hecker, Philippe Muller, Wolfgang Emanuel Schmidt und Danjulo Ishizaka. Ihr Studium begann sie bereits als Jungstudentin in Weimar bei Wolfgang Emanuel Schmidt und führte sie weiter nach Dresden und Basel, wo sie bei Danjulo Ishizaka ihren Bachelor sowie auch Master absolvierte. Als leidenschaftliche Kammermusikerin ist Maria Franz abwechslungsreiche Literatur besonders wichtig. So konzentrierte sie sich in ihrer Laufbahn nicht ausschließlich auf die Standard-Literatur für Cello, sondern sucht darüber hinaus ständig den Austausch mit jungen, zeitgenössischen Komponisten der Neuen Musik. Eindrucksvolle Begegnungen und Projekte mit Komponisten wie Manos Tsangaris, Carola Bauckholt und Simon Steen- Andersen führten zu einem tiefen Verständnis und Interesse für den Zeitgeist und der Entwicklung der modernen klassischen Musik. Die Uraufführung des Konzertes für Cello Solo und Orchester von Jörg Herchet im Jahre 2016, war für Maria eine besondere Gelegenheit, im Austausch mit einem etablierten Komponisten, völlig unberührte Musik zu erforschen. Die Erfahrung unvoreingenommen ein Musikstück zum klingen zu bringen, wurde zu einem wichtigen Element für ihr Spiel. Am meisten ist Maria Franz an einer individuellen Klangvorstellung interessiert und erforscht darin auch klassisches Repertoire neu. Engagements in der Neuen Musik führten sie beispielsweise nach Berlin an die Neuköllner Oper, sowie nach Stuttgart zur „Musik der Jahrhunderte“. Auch im klassischen Kammermusik-Repertoire hat sich Maria Franz ein großes Repertoire angeeignet. Als Stipendiatin der renommierten Stiftung „Villa Musica - Rheinland-Pfalz“ ist sie regelmäßig in vielfältigen Besetzungen zu hören. Von Duo-Besetzung bis Camerata, wirkte sie an diversen Festivals und Radioaufnahmen mit. Expressivität, Natürlichkeit & Lebendigkeit – dies zeichnet das Spiel der jungen Harfenistin Anna Berwanger aus, womit sie ihr Publikum immer wieder aufs Neue zu berühren vermag. Durch ihr feinfühliges Musizieren knüpft sie schnell ein Band zum Publikum und nimmt es mit ihrer Spielfreude bei der Hand. Als Stipendiatin der von Yehudi Menuhin gegründeten Live Music Now Stiftung gibt sie regelmäßig Solorezitals und konzipiert darüber hinaus eigene Konzertprogramme, in denen sie u.a. die klassische Konzertharfe mit der historischen Tripleharfe verbindet. Anna beschäftigt sich intensiv mit der Kammermusik und ist dabei in klassischen Besetzungen wie beispielsweise im Duo mit Flöte oder Trio mit Flöte & Viola tätig. Adaptiert aber auch Werke für eher selten zu hörende Besetzungen wie Violoncello & Harfe, Gitarre & Harfe und oder zwei Barockharfen. Als Orchestermusikerin spielt Anna Berwanger Aushilfe bei Orchestern wie dem Basler Sinfonieorchester, den Bremer Philarmonikern, dem Staatstheater Augsburg, sowie dem Oldenburgischen Staatstheater, der Züricher Oper, sowie dem Estonian Festival Orchestra und dem Barockorchester Capriccio. Anna fühlt sich auch in musikalischen Projekten abseits des klassischen Mainstreams beheimatet: Mit dem Kammer-Ensemble h a n k e l m u s i k , – in dem MusikerInnen aus Jazz, Klassik, Folk und Neuer Musik nur eigens für sich komponierte Werke aufführen – konzertierte sie beispielsweise bereits auf dem Beethovenfest Bonn. Sie studierte zunächst in Dresden bei Prof. Astrid von Brück und schloss später ihren Master of Arts in Music Performance in Zürich bei Prof. Sarah O´Brien ab. Besonders Prof. Ludger Rémy weckte Anna´s Liebe zur Alten Musik und förderte ihre Beschäftigung damit. Derzeit lebt sie als freischaffende Harfenistin in München. Unterricht bei Arianna Savall, Eduardo Egüez (DozentInnen für histor. Harfen, Laute|Generalbass an der ZHdK), Una Prelle (Solo-Harfenistin der Zürcher Oper), Stephan Réty (Solo-Flötist des Sinfonieorchesters Basel) und Pauline Sachse (ehem. SoloBratschistin des RSB Berlin) sowie Meisterkurse bei Marie-Pierre Langlamet (Solo-Harfenistin der Berliner Philharmoniker), Isabelle Perrin und Petra van der Heide (Solo-Harfenistin Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam) gaben Anna wichtige musikalische Impulse. © Anna Berwanger
ANNA BERWANGER (HARFE) & MARIA FRANZ (CELLO)  
Samstag,  11.02.2023 19:00 Uhr Kapuzinerstadl Deggendorf Impressum & Copyright